Kleingärtnerverein Am Waldrand e.V.

Wir vom Waldrand:

Der Name der Kleingartenanlage deutet schon ihre Lage an. Sie liegt vor einer Waldung im Brook neben der Anlage Brookweg im Südwesten der Stadt und besitz die gleiche Verkehrsanbindung wie die Nachbaranlage. Der Stadtverband pachtete 1947 das Gelände an, um für bedürftige Ostvertriebene, Evakuierte und Einheimische Gartenland zu Verfügung stellen zu können. Die Gesamtfläche betrug etwa 20.000 m², aus denen man Parzellen von 350 m² – 450 m² bildete. Die 1948 gegründete Kleingärtnervereine „Süd“ und „Waldrand“ fanden in dem neu gepachteten Land ihren Standort und teilten die Fläche unter sich auf. 1962 schlossen sich beide Anlagen zu einem Verein unter dem Namen „Waldrand“ zusammen. 1963 erhielt der Kleingarten den Status der Daueranlage.

Für die anfangs noch getrennten Vereine stellten sich annähernd die gleichen Aufgaben, um ihr Stück Land in eine gepflegte Kleingartenanlage zu verwandeln. Die vordringlichsten Ziele für die Gartengemeinschaften bestanden darin, einen hinreichenden Wasserabfluss durch funktionstüchtige Gräben zu erreichen.  Wege anzulegen und die Anlage durch Zäune bzw Hecken zu sichern. Einen Einblick in die umfangreichen Arbeiten, die in Eigeninitiative durchgeführt wurden, in den Zeitaufwand und in den Wert, dem sie auch bei Ansatz eines niedrigen Stundenlohns entsprechen, gibt die folgende Aufstellung.

Aufstellung der Kleingartenanlage “Am Waldrand„
 1170 lfd m Alte Befriedigung aufgenommen und abgefahren  bis 200m                        133 Stunden a 3,50 DM     465,50 DM
  265 lfd m Hecke, roden und abfahren                                                      63 Stunden a 3,50 DM     220,50 DM
  750 lfd m Betonieren Fundament Sockel und Pfähle setzen,  Mischung bis zu 150m gekarrt  972 Stunden a 4,00 DM    7158,00 DM
  750 lfd m Maschendraht, Kaninchendraht und 2x Stacheldraht anbringen                    403 Stunden a 4,00 DM    1612,00 DM
    7 Brunnen hergestellt                                                                 428 Stunden a 4,00 DM    1712,00 DM
 1575 lfd m Wegerandplatten versetzt                                                      400 Stunden a 4,00 DM    1600,00 DM
    4 Einfahrtstore gesetzt                                                                28 Stunden a 4,00 DM     112,00 DM
   37 Gartentörchen eingebaut                                                              45 Stunden a 4,00 DM     180,00 DM
  880 lfd m Für die Anpflanzung der Gärten gegen die Rosenbeete mit Pfählen und  Draht    112 Stunden a 4,00 DM     448,00 DM
      Planieren des Parkplatzes und Graben am Brookweg                                     73 Stunden a 4,00 DM     292,00 DM
 1280 m² Wegebefestigung Asche und Teutokies mit Schiebkarre  bis zu 165 m gefahren      1117 Stunden a 4,00 DM    4468,00 DM
      Pfähle und Tore gesäubert und 2x gestrichen                                         127 Stunden a 3,50 DM     444,50 DM
      Herstellung der Pfähle gebohrt, geschweißt und gebogen                              150 Stunden a 4,00 DM     600,00 DM
                                                                                                                  19322,50 DM

In Etappen wurde die Anlage ausgebaut. 1968/69 errichtete die Stadt für rund 11.000 DM ein Gartenhaus als Vereinsheim.

Die kahl wirkenden Wege bepflanzten die Mitglieder 1974 mit Steinobstbäumen. Im Jahre 1977 ging man daran, die veralterte Toilettenanlage zu sanieren, wofür jedes Mitglied 20 Pflichtstunden leisten mußte. Im gleichen Jahr erreichte der Kleingarten den Anschluss an das Stromnetz.

Reparaturarbeiten am Dach Dach des Vereinsheimes standen 1983 an Außerdem verlegten die Mitglieder eine Wasserleitung von der Anlage Brookweg zum Vereinshaus.

1984 friedigte man Gärten zu den Hauptwegen hin ein und legte einen Verbindungsweg zur Anlage Brookweg. Immer neue Aktivitäten zielen darauf, in einer voll ausgebauten Anlage seinem Hobby nach zu gehen.      Die Gartenfreunde bauten das Gerätehaus 1985 rüsteten das Vereinshaus mit einer Musikanlage aus(1989), verlegten den Weg vom Brookweg bis zum Vereinshaus mit Platten, erneuerten den Zaun am Brookweg und Sternbusch (1993) zogen schließlich 1994 den Zaun an der Wiese Weischer, entfernten die Hecke am Graben und verbreiterten den Weg und die beiden Tore, um den Graben maschinell reinigen zu können.

Zur Gemeinschaftspflege ziehen die Mitglieder ein Karnevalsvergnügen auf, veranstalten einen Maiausflug, begehen das Schützen- und Erntedankfest und treffen sich zu einer Nikolausfeier.

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